Aktiv bei der Leipziger Buchmesse

Von li.: Peter Schmitz, Andreas Brinkmann, Achim Scholz, Kerstin Goldenstein, Bärbel Kitzing, Hermann Fickenfrers

Von li.: Peter Schmitz, Andreas Brinkmann, Achim Scholz, Kerstin Goldenstein, Bärbel Kitzing, Hermann Fickenfrers

„Die Messe war riesig groß. So viele Bücher habe ich noch nie gesehen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass so viele Menschen an unserem Stand bleiben und zuhören.“ So beeindruckt äußerte sich Maggi Böhm von der ABC-Selbsthilfegruppe Oldenburg, die erstmals die Buchmesse in Leipzig besuchte und am großen Stand der AlphaDekade sogleich aktiv war. Sie verteilte mit anderen Lerner-Experten hunderte Beutel mit Informationen zur Alphabetisierung, Flyern und der ABC-Zeitung.

Ihre erfahrenen Mitstreiter Bärbel Kitzing und Hermann Fickenfrers waren auch am wiederholten Programmpunkt „H wie Heimlich! Wie lebt es sich in einer Welt ohne Buchstaben?“ als Betroffene beteiligt. Nach mehreren Medientrainings zeigten sie sich gut vorbereitet und unaufgeregt. Gemeinsam mit anderen Lerner-Experten beantworteten sie die Fragen des Moderators Andreas Brinkmann

 • wie sie durch die Schulzeit gekommen sind
 • wie sie die Lese- und Schreibanforderungen im Arbeitsleben bewältigt haben
 • welche Nachteile man mit der Lese- und Schreibschwäche erlitten habe
 • ob Familie und Nachbarn von ihrem Problem erfahren haben
 • ob Ämter und Behörden geholfen haben
 • wie schwierig der Weg in einen Lese- und Schreibkurs war
 • wie man als Erwachsener das Lesen und Schreiben lernen kann
 • wie sie sich heute mit der neu gewonnenen Schrift fühlen
 • was lesen und schreiben heute für sie bedeutet

Viele Gespräche am Messestand der AlphaDekade

Viele Gespräche am Messestand der AlphaDekade

Hermann Fickenfrers: „Über 50 Personen haben uns interessiert zugehört und es wurde auch viel mehr gefragt als im letzten Jahr.“ Auch nach Ende des Programmpunktes wurden die Lernbotschafterinnen und Lernbotschafter von Messebesuchern umlagert, die noch mehr wissen wollten, wie ein Leben ohne Schrift zu bewältigen ist, wie man lesen und schreiben als Erwachsener lernt und welche neuen Chancen sich nach dem Erlernen eröffnen. Mehrere Besucherinnen zollten den Lerner-Experten Respekt und meinten, sie hätten sich nicht getraut, vor so einem großen Publikum über so Persönliches zu sprechen.

Als Grundbildungsexperte konnte Achim Scholz seine Erfahrungen im Gespräch einbringen und die Lernsoftware Beluga aus dem Regionalen Grundbildungszentrum Oldenburg demonstrieren. Von Seiten der drei Akteure der ABC-Selbsthilfegruppe wurden viele Gespräche mit den Lerner-Experten von Selbsthilfegruppen aus verschiedenen Bundesländern geführt.

Empfangen und gut betreut wurden sowohl die eingeladenen Experten als auch die zahlreichen Besucherinnen und Besucher vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung, der mit den Projekten ALFA-Mobil und iCHANCE vertreten war.

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