Kooperation mit der AOK

Kornelia Kreuzburg-Marks und Achim Scholz

Kornelia Kreuzburg-Marks und Achim Scholz

Die Stiftung Lesen und der AOK-Bundesverband haben in diesem Jahr das Kooperationsprojekt „HEAL – Health Literacy im Kontext von Alphabetisierung und Grundbildung“ gestartet. Damit sollen die Schnittstellen zwischen Gesundheits- und Schriftsprachkompetenz ausgelotet und Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Dazu sagt Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes: „Wer Beipackzettel nicht verstehen, Medikamente nicht richtig dosieren oder Hygienevorschriften nicht befolgen kann, gefährdet sein körperliches Wohlbefinden. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch auch: Eine Verbesserung der Schriftsprachkompetenz aller Menschen in Deutschland wirkt sich positiv auf deren Gesundheit aus.“

Um in Oldenburg Kooperationsmöglichkeiten zwischen der ABC-Selbsthilfegruppe und dem Servicezentrum der AOK – Die Gesundheitskasse zu ermitteln, trafen sich Kornelia Kreuzburg-Marks, Beraterin für Prävention und Selbsthilfe bei der AOK mit Ernst Lorenzen und Klaus Maaß von der ABC-SHG und Bildungsmanager Achim Scholz in der VHS Oldenburg.

Frau Kreuzburg-Marks ist regionale Ansprechpartnerin für die finanzielle Förderung von gesundheitsbezogen Selbsthilfegruppen. Sie ist der Ansicht, dass alle AOK-Mitarbeiter auf die Wünsche der von einer Lese- und Schreibschwäche Betroffen eingehen, sofern sie von der Problematik in Kenntnis gesetzt werden. Für eine weitere Sensibilisierung schlägt sie eine Schulung von AOK- Auszubildenden der Region vor.

Gemeinsam wurden Ideen diskutiert, die von den Akteuren der ABC-SHG bereits beim Fachgespräch „Grundbildung vorangebracht – Handlungsimpulse für Niedersachsen“ zum Thema Gesundheit und Grundbildung eingebracht wurden.

Auf AOK-Landesebene wird zu entscheiden sein,

 •  Broschüren und anderes Informationsmaterial zukünftig in leichter Sprache bzw. verständlichen
     Formulierungen aufzubereiten und zu verbreiten.
 •  Ein Qualitätssiegel nach Vorbild des Berliner Alpha-Siegels für eine Kundenfreundlichkeit
     im Allgemeinen und Erwachsene mit einer Lese- und Schreibschwäche im Besonderen zu entwickeln.
 •  Ein Lese- und Schreibservice bzw. speziell geschulte Ansprechpartner für das Leseverstehen
     und Antragstellungen im AOK-Service einzusetzen.
 •  Eine Grundbildungsbeauftragte in jedem örtlichen Servicecenter einzusetzen.

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