RGZ-Service

Von li.: Sabine Karwath, Christa Rapp, Achim Scholz, Kathleen Bleßmann, Ernst Lorenzen, Brigitte van der Velde

Von li.: Sabine Karwath, Christa Rapp, Achim Scholz, Kathleen Bleßmann, Ernst Lorenzen, Brigitte van der Velde

Das RGZ-Servicebüro ist Bestandteil des Regionalen Grundbildungszentrums (RGZ) Oldenburg. Die hier entwickelten und erprobten Konzepte, Broschüren und Lernmaterialien zur Grundbildungsarbeit werden interessierten Personen und Institutionen mittels Information und Beratung kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Am 19. Mai kamen Sabine Karwath und Christa Rapp von der Volkshochschule Osnabrücker Land zu einem dreistündigen Informationsgespräch ins RGZ Oldenburg. Im Rahmen des Aufbaus eines Netzwerkes zur Alphabetisierung und Grundbildung im Landkreis Osnabrück sollen Kursangebote und Lernerinitiativen unterstützt und Multiplikatoren gewonnen werden.

RGZ-Koordinator Achim Scholz sowie Brigitte van der Velde und Ernst Lorenzen von der ABC-Selbsthilfegruppe Oldenburg berichteten von ihren Erfahrungen mit Aufbau und Entwicklung einer Selbsthilfegruppe, mit der Ansprache schriftschwacher Erwachsener und ihrer Mitwisser. Als Gelingensbedingungen der erfolgreichen Arbeit wurden die Formulierung eindeutiger Botschaften, die professionelle Schulung in öffentlicher Präsentation, ein großes Engagement an ehrenamtlicher Arbeit und die Vernetzung mit anderen Lernergruppen bezeichnet. Einige Mitglieder der ABC-Selbsthilfegruppe verbringen mehrere Stunden täglich mit Planung und Umsetzung von öffentlichen Aktionen, mit internen Diskussionen und der Beantwortung vielerlei Anfragen.

Kathleen Bleßmann als Autorin der stark nachgefragten Broschüre „Fit für die Schrift“ – Elterninformation / Lernen in der Familie“, steuerte ihre Erfahrungen in der Ansprache von Eltern bei, die Schwierigkeiten mit Sprache und /oder Schrift haben. Studien belegen, dass eine frühe, vorschulische Unterstützung der Schriftkultur in Familien hochwirksam ist und hohe Folgekosten vermeiden hilft. Die Broschüre „Fit für die Schrift“ mit Anregungen und Ideen, wie Eltern ihre Kinder auf das Erlernen der Schrift vorbereiten können, kann in folgenden Einrichtungen ausgelegt bzw. verteilt werden: Kitas, Arztpraxen, Mütter- und Familienzentren, Familienbildungsstätten, Jugendämter, Tagesmütterkurse, Lerncafes, Frauenhäuser, Treffpunkte der Gemeinwesenarbeit usw.
Die bisherigen Erfahrungen in der Arbeit mit Eltern zeigen, dass Angebote gut angenommen werden, wenn sie einen emotionalen, persönlichen Bezug herstellen können.